Die zweite Generation

Josef Giger hatte das Waldhaus brillant konzipiert und ebenso brillant eingeführt, sich dabei aber auch völlig verausgabt. Schneller als gedacht fiel die Verantwortung auf den einzigen Sohn und die älteste Tochter der Gründer. Sie und den erst sechsjährigen Betrieb trafen 1914 der Ausbruch des Ersten Weltkriegs und seine wirtschaftlichen Auswirkungen wie ein Sturm und stellten ihnen schier unmögliche Herausforderungen. Da sprangen 1918 Oskar und Helen Kienberger-Giger in die Bresche, selber bereits gestandene und erfahrene Hoteliers: Helen (1882–1959) war die zweite Tochter der Gigers, und auch Oskar Kienberger (1879–1965) war ein Hotelkind aus dem «Quellenhof» in Bad Ragaz.

Seine unternehmerische Begabung und die Bereitschaft, mit der Zeit das gesamte, beträchtliche eigene Vermögen ins Waldhaus zu stecken, wurden ein Segen für den Betrieb. 1924 führten sie wegen der stetig steigenden Beliebtheit des alpinen Winters die Wintersaison ein und hatten bald sommers wie winters wieder grosse wirtschaftliche Erfolge.

In diese Zeit fällt auch der grosse Hotelbrand vom 11. März 1927 im Südbau des Gebäudes. Die Kienbergers nutzten das Malheur, um wichtige Erneuerungen umzusetzen. Schon zur Sommersaison 1927 erstrahlte das Waldhaus schöner denn je.

Nicht weniger zu bewundern ist, wie sie ab 1930 die neuen Krisen- und Kriegsjahre meisterten und es mit allem Herzblut und mit dem Mitwirken der ganzen Familie der Familie erhielten. Die Wintersaison musste ab 1939 wieder aufgegeben werden, aber im Sommer blieb das Waldhaus beharrlich offen – ausnahmslos, seit 1908.

  • 1908–1912 Josef und Amalie Giger-Nigg mit Gustav Giger
  • 1913–1917 Gustav Giger, Amalie Wolflisberg-Giger
  • 1918–1949 (1960) Oskar und Helen Kienberger-Giger bis 1924 mit Gustav Giger und Amalie Wolflisberg-Giger 1950–1960 mit Rolf und Rita Kienberger